Kühe geben keine Milch … wir nehmen sie ihnen weg!

Kühe geben keine Milch … wir nehmen sie ihnen weg!


Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen …. aber ich glaube, man kann manche Tatsachen nicht oft genug betonen, damit sie sich in den Köpfen verankern und zum Nachdenken anregen, denn der Mensch neigt ja dazu, seinen Focus nur auf das zu richten, was ihn interessiert und interessieren tut ihn in der Regel, was ihm zu wissen in irgendeiner Form auch nützlich erscheint, während er das was ein schlechtes Gewissen in ihm wecken könnte, lieber ignoriert und weiter erfolgreich verdrängt, denn schlafende Hunde beißen nicht. Passend dazu fand ich den Satz von Erwin Kessler, entnommen aus seinem Text „ Ist der Mensch ein Raubtier?“

Das Tierschutzgesetz ist nur dazu da, der Öffentlichkeit die Illusion zu vermitteln, für das Wohl der Tiere werde gesorgt, man könne mit gutem Gewissen weiter hemmungslos Fleisch essen.

http://www.vgt.ch/vn/9504/raubtier.htm

Trotzdem will ich mich nicht auf eine Mission begeben, um alle zum Veganismus zu bekehren, aber wenn es mir gelingt, den Focus derjenigen, die der Meinung sind, dass Kühe bereits mit einem milchgefüllten Euter geboren werden oder sogar gemolken werden müssen, damit ihr Euter nicht platzt und davon ausgehen, dass Hühner auch in der freien Natur jeden Tag Eier legen oder glauben dass die Waben überlaufen und den Bienenstock mit Honig überfluten, wenn der Imker sie nicht rechtzeitig leert, auf die sicher nicht so beruhigende Wirklichkeit zu lenken, dann fällt das Samenkorn das ich zwischen meine Worte lege, vielleicht auf fruchtbaren Boden und beginnt zu keimen … das wäre schön.

Weniger schön ist gewiss das, was ich nun zum wiederholten Mal in der Hoffnung schreibe, dass diese Wahrheit doch in das eine oder andere Bewusstsein dringt und dort ein wenig Licht in die Dunkelheit der Unwissenheit bringt:

schwein

Fleisch


Wer würde wohl ein appetitlich rosafarbenes Stück Fleisch, das so hygienisch unter Cellophan verpackt in einer Styroporschale liegt unbedingt gleich mit einem Tier assoziieren? Und welcher sich omnivor ernährende Mensch würde sein Schnitzel als Aas, Kadaver oder Tierleiche bezeichnen wollen? Leider ist es aber genau das, was die Menschen essen, wenn sie Steak, Braten, Kotelett und Co. zu sich nehmen, denn Körper gehen nach dem Eintritt des Todes direkt in die Verwesung, womit dann eben nach der Schlachtung eines Tieres sein Fleisch bereits auch Leichengift als Eiweißzerfallsprodukt wie zum Beispiel Cadaverin und Putrescin enthält, das sich auch nicht durch Kochen, Grillen oder Braten zerstören lässt und wer Fleisch isst, der nimmt dabei auch solche hoch toxischen Stoffe mit auf, die als Fäulnisbakterien für den Zerfall des Fleisches sorgen und die Darmflora angreifen können, was zu Immunschwäche und Kopfschmerzen führen kann.

Der Werbeslogan: „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“ scheint unter diesem Aspekt schon fast an Sarkasmus zu grenzen, denn sich die Kraft fürs Leben von den Toten zu holen mutet doch irgendwie gruselig an, oder? Ich persönlich finde ganz ehrlich auch, dass einem solches Wissen den Fleischgenuss sogar am leckersten gegrillten Schweinebauch verderben müsste, aber solange man nicht darüber nachdenkt, dass ein totes Tier eben eigentlich Aas, Kadaver oder Tierleiche genannt wird, schmeckt es eben den Menschen in der Regel doch noch. Daran ändert auch die immer wiederkehrende Problematik von Seuchen wie Schweinepest, Geflügelgrippe oder Rinderwahn oder das inzwischen weit verbreitete Wissen nichts, dass im Fleisch neben den erwähnten Krankheitserregern und Giften aus dem Eiweißzersetzungsprozess auch das Stresshormon Adrenalin, sowie Histamine und Apomorphine enthalten sind und auch Reste von noch im Fleisch gespeicherten chemisch-pharmazeutischen Futterbeimengungen findet man, welche vermutlich fähig sind, Interaktionen diesen einzugehen, deren Folgen nicht erforscht sind. Ungewiss ist auch welche metabolischen Abbauprodukte mit den das Wachstum der Tiere in unnatürlicher Weise beschleunigenden Pharmaka entstehen, die man den Tieren verabreicht und was davon über das Fleisch in unsere Nahrung gelangt.

Mit Bestimmtheit kann man jedoch sagen, dass sich im Fleisch Krankheiten nachweisen lassen, auch wenn die Schlachttiere dagegen behandelt wurden und scheinbar auch gesund durch des Schlachters Bolzenschussgerät starben – trotzdem findet man im Fleisch mikrobakterielle und virale Verseuchungen.

Hierzu fand ich einen Artikel über Stresshormone von Dr. med. Werner Hartinger aus Waldshut-Tiengen:

Ebenso wie der Mensch produzieren auch alle Wirbeltiere bei großen körperlichen Anstrengungen, bei starken Schmerzen, bei Angst und bei Schädigungen des Körpers sogenannte Streß-Hormone. Besonders bei Todesangst – die bei Tieren in Unkenntnis der Schmerz-Ursachen und seiner Dauer in Verbindung mit den äußeren Umständen immer eintritt – und in stärksten Maße während des Todeskampfes reichern sie sich in großen Mengen an. Infolge des eingetretenen Todes können sie aber nicht mehr abgebaut werden und gelangen beim Verzehr in den Kreislauf des Menschen.
Dabei handelt es sich vorwiegend um Adrenaline, Apomorphine und um Histamine, die so neben anderen, der Fütterung beigegebenen Pharmazeutika im Tier verbleiben wie Wachstums-Hormone, Hydrocortisone, Stilbene, Betablockern, Antibiotika, Östrogene, Chemo-Vitamine und viele Arten von Beruhigungsmitteln.
Laut dem Roch-Medizin-Lexikon ist Adrenalin (Epinephirn) ein Nebennieren-Hormon, das in seiner natürlichen linksdrehenden Form die Leitfähigkeit des Nervensystems bestimmt und damit die gesamte Funktionalität des biologischen Organismus. In krankhafter Weise tritt es im Zusammenhang mit Tumor – Erkrankungen auf. In den Körper gelangt, führt es zu starkem Blutdruckanstieg, zur Kontraktur der peripheren Blutgefäße mit allen Begleiterscheinungen, zu pathologischer Steigerung des Herz – Minutenvolumens und zu wesentlichen Veränderungen der normalen Hormon- und Kreislaufverhältnisse, weswegen auch aus diesem Grund tierexperimentelle Ergebnisse unverwertbar sind.
Die gleichen Wirkungen haben auch alle anderen adrogenen Hormone. Der erhöhte Adrenalin – Level bewirkt im Erwachsenenalter beim Manne eine Feminisierung mit entsprechender Körpersymptomatik und bei der Frau eine Virilisierung der Stimme, des Haarwuchses und der Muskulatur. Vor der Pubertät entsteht bei Mädchen ein Pseudo-Hermaphroditismus mit Amenorrhoe und fehlender Brustentwicklung, beim Knaben zum Hypogonadismus mit frühem Wachstumsstop der Glieder.
Apomorphin wird als Morphin-Abkömmling identifiziert, das dämpfend auf das Atemzentrum wirkt, das Brechzentrum im Gehirn anregt und die Muskulatur extrem entkräftet bis lähmt. Bei hohen Dosen führt es zu Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehbehinderung durch Engstellung der Pupillen, Harn- und Stuhlverhaltung sowie Somnambulismus bis zur Bewusstlosigkeit, unregelmäßige und unzureichende Atmung, Kreislauf-Kollaps, Koma und evtl. Tod durch Atemlähmung. Vergleichbare Wirkungen sind von allen Morphin-Substanzen bekannt, und Histamin , das in die Gruppe der Ergotamine eingereiht wird, ist ein weit im Körper verbreitetes Gewebs-Hormon. In seiner inaktiven Form an Heparin gebunden, wird es vorwiegend in den weißen Blutkörperchen gespeichert, in der Lunge, in der Haut, im Magen-Darm-Trakt, im Gehirn, im Liquor, im Speichel und ebenso im Blut.
Auch hier ist ein gesteigertes Vorkommen bei Karzinom-Tumoren bekannt und wird als „Karznoid-Syndrom“ bezeichnet. Es entsteht ebenso in großen Mengen bei Gewebszerstörungen, bei Strahlenschädigungen, bei Verbrennungen und bei körperlicher Belastung, wobei es alle Formen der Allergie hervorruft. Normalerweise wird es beim Wegfall der Entstehungsursachen langsam abgebaut, was aber meist der eingetretene Tod verhindert.
Alle Histamine und Ergamine sind bei fehlendem chemisch-physikalischem Nachweis von Unterschieden ihres Strukturaufbaues streng art- und individualspezifisch, weshalb sie in artfremden Lebewesen häufig zu akuter oder chronisch-allergischer Krankheits-Symptomatik führen. Diese Formen reichen von Herz-Rhythmusstörungen über Kopfschmerzen und Blutdruckerhöhungen, zu Hautreaktionen und auch Kreislaufschwäche bis zum Kollaps, sowie zum allergischen Schock mit gelegentlicher Todesfolge. Das soll nicht heißen, daß in jedem Fall solche Folgen klinisch erkennbar gleich auftreten, denn das hängt sowohl von der aufgenommenen Menge der Fremdhormone ab als auch von der jeweiligen Allergie-Disposition des Menschen.
Die vielfältige Krankheits-Symptomatik belegt aber, daß bei ständiger Aufnahme solcher Fremdstoffe toxische Einwirkungen im Körper entstehen, auch ohne sofort erkennbare akute Krankheitsanzeichen. Ob und wann diese sich zu einem diagnostizierbaren Krankheitsbild entwickeln, hängt auch von diesen individuellen Faktoren ab.
Darüber hinaus ist nicht bekannt, wie diese Adrenaline, Morphine und Histamine sich zu den noch vorhandenen genannten chemisch-pharmazeutischen Futterbeimengungen verhalten, welche Interaktionen sie mit diesen eingehen und welche metabolischen Abbauprodukte mit den das Wachstum der Tiere in unnatürlicher Weise beschleunigenden Pharmaka entstehen – unabhängig von den mikrobakteriellen und viralen Verseuchungen des tierischen Fleisches.
Solche bekannten Umstände einer gesundheitsbeeinträchtigenden Nahrung belegen die menschliche Verpflichtung zu einem bestmöglichen schonenden Umgang mit den Tieren, nicht nur aus tierschützerischen Gründen.
Wenn man schon glaubt, Tiere zu Ernährungszwecken schlachten zu müssen, muß die Tötung unerläßlicherweise absolut angst- und schmerzfrei erfolgen. Andernfalls findet sich im Fleisch der Tiere eine übernormale Konzentration der für den Menschen schädlichen und krankheitserregenden Streßhormone neben den jederzeit nachweisbaren ebenfalls gesundheitsschädigenden chemisch-pharmazeutischen Beimengungen im Mastfutter.“ 

 

Doch Fleisch speichert nicht nur nachweisbare Hormone, Reste von Medikamentengaben und Futtermittelzusätzen und enthält darüber hinaus nicht nur Toxine wie Leichengift, sondern jüngste Forschungen beweisen, dass es sogar emotionale Energien wie Freude und Leid aufnimmt und in sich trägt. Vor allem Empfänger von Spenderorganen berichten nach der Transplantation, dass sie Stimmungen und Gefühle des Organspenders erleben und nachempfinden und so zum Beispiel ein Mensch, der zuvor sehr lebensbejahend und hoffnungsvoll in die Zukunft schaute, nachher zu Depressionen neigt und von Ängsten und Sorgen heimgesucht wird, die er bislang nicht kannte.

Hierfür gibt es natürlich auch eine Erklärung, denn jedes Gewebe, jede Zelle und jedes Organ, egal ob es sich um das Herz, die Haut, um Muskulatur oder um Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel handelt, ist in der Lage Energien zu speichern. So können nach einer Transplantation auch positive oder negative Energien des Organspenders vom Organempfänger wahrgenommen werden. Diese These lässt auch die Schlussfolgerung zu, dass die emotionalen Energien des Schlachttieres in seinem Fleisch vom Fleischesser aufgenommen werden und sie durch den Fleischverzehr auf ihn übergehen können – er übernimmt damit vielleicht genau die mit der Angst, Verzweiflung, Schmerz oder Resignation verbundene emotionale Schwingung, in der sich das Tier befand in der Situation der Konfrontation mit der Gewalt, bevor es getötet wurde.

Natürlich kann man als Konsequenz Fleisch vom Öko-Bauern kaufen, bei dem man zumindest davon ausgehen kann, dass das Tier vor seinem Tod ein artgerechtes Leben führen durfte und so mehr positive Emotionen im Fleisch übrig blieben, als es kurz vor der Schlachtung vermutlich der Fall war, denn Haus- und Hofschlachtungen, bei denen das „Schlachtvieh“ in ihm vertrauter Umgebung getötet wird und ihm so zumindest die Fahrt im LKW und der damit verbundene Stress bis zum und im Schlachthof erspart bleibt, werden immer seltener.

Aber auch eine Haltung, die den Bedürfnissen der Tiere entgegenkommt ist schon aus wirtschaftlicher Sicht unüblich geworden und wie schon erwähnt, fast nur noch in Betrieben, die sich der ökologischen Landwirtschaft verschrieben haben zu finden. Nun ist der Verbraucher zwar durch zahlreiche Fernsehberichte und Reportagen von Tierschutzorganisationen über Massentierhaltung sensibilisiert und greift auch gerne mal zum Produkt mit dem Bio-Siegel, auch wenn es teurer ist, aber manch einer weiß trotzdem nicht, was ökologische oder biologische Landwirtschaft und Nutztierhaltung bedeutet. Zum einen basiert sie natürlich auf dem respektvollen Umgang mit der Natur und den Tieren und versucht durch flächengebundene Tierhaltung (pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche darf je nach Tierart nur eine bestimmte Anzahl von Tieren gehalten werden) zu erreichen, dass die Belastung von Böden sowie des Grund- und Oberflächenwassers durch Ausscheidungen minimiert und eine Überweidung verhindert werden und die Tierhaltung die natürlichen Kreisläufe zwischen Boden, Pflanze und Tier fördert. Zum anderen gehört dazu, dass allen Tieren ausreichend Auslauf im Freien zur Verfügung steht und Stallungen so gestaltet sein sollen, dass die Tiere nicht in ihren natürlichen Verhaltens- und Bewegungsabläufen unnötig eingeschränkt werden.

Des weiteren wird ein gesundes Stallklima angestrebt, das man durch ausreichend natürliches Licht, keine künstliche Beleuchtung in den nächtlichen Ruhezeiten, komfortabel eingestreute und sauber gehaltene Liegeflächen, sowie der Verzicht auf Vollspaltenböden bei Rindern und Schweinen und Freilandhaltung ohne Käfige bei Geflügel mit ausreichend Möglichkeit zum Scharren und Picken erhält. Im weiteren steht im ökologischen Landbau nicht die maximale Leistung an Fleisch, Milch oder Eiern im Vordergrund, sondern die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere und selbstverständlich darf Bio-Fleisch auch keine Rückstande von Medikamenten und Pharmazeutika aus Futtermitteln enthalten und darum wird Krankheit weder vorbeugend mit allopathischen Medikamentengaben entgegengewirkt, noch wird sie mit chemisch-synthetische Arzneimitteln oder Antibiotika behandelt, sondern es wird alternativ Naturheilkunde angewandt, wo es möglich ist – Ausnahmen sind hier nur in Notfällen gestattet, aber sie verzögern auch die Wartezeit für die Schlachtung um das Doppelte. Auch die Fütterung ist streng geregelt und so sind Masthilfsmittel im Futter genauso verboten, wie Futtermittel, die nicht innerhalb der Regeln des ökologischen Anbaus geerntet werden konnten. Idealerweise wird hier natürlich der eigene Anbau von Futtermitteln bevorzugt, denn das erleichtert die Kontrolle und den Nachweis der Herkunft.

Dass also ein Bio-Siegel die Erfüllung der Auflagen für den Landwirt voraussetzt und somit der höhere Preis, den der Verbraucher dann eben auch bereit sein muss, für solche Produkte zu bezahlen auch gerechtfertigt ist, steht außer Frage, denn ökologische Landwirtschaft ist natürlich arbeitsaufwändiger und teurer als das Halten von Schlachttieren in vollautomatisierten und -technisierten Mastanlagen, wo die Tiere ohne Einstreu auf Spaltenböden stehen, durch welche die Exkremente abfließen und so das Entmisten entfällt und wo auch das Füttern vom durch eine Zeitschaltuhr für die präzise pünktliche Futterabgabe gesteuerten Automaten übernommen wird. Ein Thermostat sorgt zusätzlich für gleichbleibende Temperaturen, egal wie das Wetter draußen ist und die hygienischen Bedingungen innerhalb des Stalles sind schon fast annähernd so steril wie auf der Intensivstation eines Krankenhauses.

Das schützt die Tiere natürlich vor Infektionen und spart Tierarztkosten, was unter anderem ein weiterer Grund dafür ist, dass immer mehr Landwirte eine artgerechte Tierhaltung rigoros ablehnen, bei der die Tiere Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, wenn zum Beispiel Schweine sich im Schlamm suhlen oder mit dem Rüssel in der feuchten Erde wühlen oder wenn Rinder, die im Freien auf der Weide laufen, Witterungsschwankungen ausgesetzt sind und darum auch mal ein nasses Fell wegstecken können müssen. Aber nicht nur in der freien Natur gibt es Infektionsgefahren, sondern sie lauern auch im Stall, wenn durch Bakterien- oder Pilzbefall des Strohs Krankheitserreger beim Einstreuen des Stallbodens nach ökologischen Richtlinien hinein gelangen.

Nun baut natürlich ein gesundes Tier auch ein stabiles Immunsystem auf und entwickelt intakte körpereigene Abwehrkräfte, wenn man es seiner Art entsprechend hält, aber da Masttiere meist zugekauft werden und nur selten der Zucht des gleichen Betriebes entstammen, in dem ihre Aufzucht statt findet, wie das bei den meisten Bio-Betrieben gehandhabt wird, ist natürlich das Risiko hoch, dass sich so ein Tier durchaus einen Infekt einfangen kann, nachdem man es mit der neuen Umwelt konfrontierte, weil sein Immunsystem sich auf die Bedingungen seines alten Zuhauses einstellte und es sich zuerst einmal an die neue Keimflora gewöhnen muss. Natürlich helfen dabei Impfungen, aber zum einen sind sie für den Körper auch belastend und zum anderen gerät der Impfstoff auch ins Fleisch und beim Verzehr desselben auch in den Körper des Menschen.

Das mag auch das Argument sein, das gegen die örtliche Betäubung beim Kastrieren von Ebern spricht, aber ob nun das Fleisch eines solchermaßen gequälten Tieres nicht sowieso schon so viele Stresshormone enthält, dass es auf die Menge des Betäubungsmittels auch nicht mehr ankommen würde, steht nach wie vor nicht zur Diskussion, denn dazu müsste man beginnen, sich Gedanken über das Bewusstsein von Tieren zu machen und die stünden der Massentierhaltung ganz sicher entgegen. Die meisten Landwirte ziehen nämlich schon darum die „unnatürliche“ Haltung von Schlachttieren in Mastanlagen, die hygienischere Bedingungen erlauben, als eine artgerechte Tierhaltung vor, weil es ihnen den Kontakt mit den Tieren weitgehend erspart, denn sie halten sie ja nicht aus Freude an ihnen, sondern damit sie möglichst schnell viel Geld bringen und dem Gedanken stünde jede Emotion nur im Weg. Darüber hinaus entfällt aber bei einer Haltung der Tiere auf Spaltenböden ohne Einstreu auch die Arbeit des Entmistens und vergleichbar dazu ist der Aufwand gering, die Buchten mit dem Hochdruckreiniger zu reinigen, nachdem die schlachtreif gemästeten Tiere abgeholt wurden und bevor die neuen Ferkel oder Kälber zur Mast einziehen. Zeit und Geld sparen zu können maximiert den Gewinn und die Wirtschaftlichkeit eines Mastbetriebes und darum wird das einzige Argument für die artgerechte Haltung von Schlachttieren, dass man diesen Tieren wenigstens ein wenig Lebensfreude gönnt, indem man ihnen ihr ohnehin schon kurzes Leben ein wenig lebenswerter macht, keinen Landwirt überzeugen, dessen Handeln von der größtmöglichen Höhe seiner finanziellen Erträge gelenkt wird und der dafür gerne in Kauf nimmt, gewissenlos seinen Mitgeschöpfen gegenüber entscheiden zu müssen.

Schwein

So werden eben auch weiterhin Schweine und Rinder in engen Buchten zusammengepfercht und ohne den Hauch einer Chance auf ein wenig Bewegung unter freiem Himmel gemästet, bis sich ihr Verkauf an den Schlachthof lohnt und dass die Tiere beim Verladen zur letzten Reise nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, sondern man sie mit Stromschlägen und lautem Geschrei über die Rampe in die Transporter treibt, versteht sich für die Helfer, die natürlich alle auch nicht gerade zimperlich sind, von selbst. Dass Tiere Furcht und Schmerz empfinden, darf weder den Züchter, noch den Mäster und schon gar nicht den Schlachter interessieren, denn ihr Umgang mit dem Tier entspricht dem mit der Ware Fleisch und ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Würde sich ein Schlachter die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, was in einem Rind vorgeht in diesen letzten Sekunden, bevor der Bolzen auf dessen Schädeldecke trifft und ihm zumindest das Bewusstsein des Schmerzes nimmt oder würde er sich gar überlegen, ob es im Unterbewusstsein miterlebt – ähnlich wie man es von Komapatienten weiß, die wieder aufwachten und erzählten, dass sie das Geschehen um sich herum im Unterbewusstsein wahrnahmen -, wie man es kopfüber ins Schlachtband einhängt und den Entblutungsschnitt ansetzt, der dann irgendwann zum Herzstillstand und damit zum Tod führt, könnte er vielleicht keine Nacht mehr guten Gewissens einschlafen.

Obwohl man auch darüber in Zweifel geraten muss, denn schaut man sich die Szenen aus einem Schlachthof an, welche der österreichische Tierschutz-Dachverband mit einer Videokamera filmte, um die tierschutzwidrigen Zustände bei der Schlachtung von Rindern anzuprangern und die im Mai/ Juni 2001 im Fernsehen ausgestrahlt wurden, dann kann man nur geschockt sein über die Gefühlskälte oder das Abgestumpft sein, das man braucht, um ein Tier derart zu quälen und sich dabei nicht einmal vor sich selbst und schon gar nicht vor seinem Mitgeschöpf zu schämen … oder wie sonst kann es ein Mensch ertragen, ein Rind bei dessen vollem Bewusstsein an seinen Hinterfüßen hochzuziehen und ihm trotz heftigster Gegenwehr die Halsschlagader durchzuschneiden? Dass der Bolzen das Tier nicht tötet, sondern nur für kurze Zeit betäubt, ist vielen Fleischessern nicht bewusst und dass zwischen dem Schuss und dem Entblutungsschnitt höchstens 60 Sekunden liegen dürfen, damit das Tier nicht vorzeitig wieder zu Bewusstsein kommt, scheint manchen Schlachtern auch nicht bewusst zu sein, denn wie könnten sie sonst annehmen, dass Rinder , die nach dem Bolzenschuss und dem darauf erfolgenden dem Einhängen ins Schlachtband sowohl spontanen Lidschlag, gerichtete Augenbewegungen sowie sogar ein Heben des Kopfes zeigten und auf den Entblutungsschnitt mit heftigen Bewegungen und sogar Brüllen reagierten, nicht bei Bewusstsein sind? Und wie könnten sie mit der Arbeit des Schlachtens fortfahren, obwohl die Beine der Tiere teilweise noch zucken und dabei behaupten, dass es nichts mehr spürt?

Auf die Veröffentlichung des Videomaterials aus dem Schlachthof, welches solche Szenen dokumentierte, reagierte das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin und nahm daraufhin im Juni 2001 hierzu Stellung, indem man erklärte, dass ungepflegte, schlecht gereinigte oder unzureichend gewartete Bolzenschussapparate zu Betäubungsmängeln führen können und auch bei schweren Rindern mit üppigem Stirnhaar der Aufprall des Bolzens auf dem Schädeldach durch das Haarpolster gedämpft wird und darum der Aufschlag in diesem Fall zu schwach sein kann, um eine schwere Gehirnerschütterung auszulösen. Ebenso wurde eingeräumt, dass es durchaus passieren kann, dass der Bolzen nicht tief genug ins Gehirn eindringt, um die lebenswichtigen Zentren zu zerstören oder eine deutlich abweichende Schussposition wie ein zu hoher oder zu tiefer Ansatz, beziehungsweise Schrägschüsse zu unzureichender Betäubung führen, weil die Gehirnbasis nicht getroffen wird und die durch den Aufprall auf das Schädeldach ausgelöste Bewusstlosigkeit dann häufig nur von kurzer Dauer ist.

Trotzdem werden Schlachttiere weiterhin auf diese Art und Weise geschlachtet und dass nachweislich nicht jedes Tier bewusstlos bleibt, bis sein Herz still steht und ihm somit Schmerzen und unvorstellbare Grausamkeit widerfahren, verändert die Praktiken nicht. Nicht wirklich besser ist die Methode, mit der Schweine vor dem Entbluten betäubt werden, denn für sie wird immer öfter Kohlendioxid eingesetzt. Hierfür werden die Tiere in sogenannten CO 2-Anlagen betäubt (Backloader), indem man sie in Gruppen von zwei bis acht Tieren in sogenannten Gondeln mit Paternostersystem in die Tiefe einer Grube befördert, in der sich das Gas befindet, das schwerer als Luft ist. Durch das Einatmen des CO 2-Gasgemisches und durch Sauerstoffmangel verlieren die Tiere aber nicht sofort ihr Bewusstsein, sondern leiden zunächst unter Atemnot, verbunden mit Erstickungsangst und schnappen meist noch bis zu 15 Sekunden lang nach Luft, bevor durch die Einatmung des Betäubungsgases eine Absenkung des pH-Wertes im Blut und damit auch im Gehirn bewirkt wird und sie bewusstlos werden.

Anschließend fährt man sie in der Gondel in den Schlachtraum, wo sie ausgekippt und durch den Entblutungsschnitt getötet werden. Oft aber ist auch dabei die Zeit für die Schlachter zu knapp und so landen die Tiere teilweise bereits im kochendheißen Brühbad, bevor ihr Herz still steht und sie wirklich tot sind. Schafe und Ziegen werden mit einem Stromstoß von 360 Volt Spannung während 8 bis 15 Sekunden betäubt, was besonders effizient sein soll, wenn sich die Tiere zu diesem Zweck im Wasser stehend befinden, bevor der Entblutungsschnitt zum Herzstillstand führt … vielleicht entspricht das Betäuben nun eher den Prinzipien des Tierschutzgesetzes, als das Schächten der Tiere für koscheren Fleischgenuss, bei dem den Tieren bei vollem Bewusstsein die Halsmuskulatur durchtrennt wird, sodass sie ausbluten, aber für mich bleibt es fraglich , ob man wirklichen Genuss an einem Schweineschnitzel, Lammkarree oder Rindersteak empfinden könnte, wenn man die Augen nicht vor diesen grausamen Schlachtmethoden und dem Leid der Tiere vor ihrem Tod verschließen würde. Zur Haltung und Schlachtung von Geflügel ist leider auch nichts zu berichten, dass den Wechsel zum Verzehr von Huhn, Pute und Gans ohne schlechtes Gewissen möglich machen könnte, denn dass die Bedingungen, unter denen Geflügel gemästet wird, für die Tiere nicht nur bedeutet, beengt auf kleinstem Raum in den eigenen Exkrementen zu leben, sondern auch zu Aggressionen führt bei denen sich die Tiere gegenseitig verletzen, wissen die meisten Leute inzwischen durch zahlreiche Berichte und Reportagen.

Dass die Tiere in LKWs, zusammengepfercht in Käfigen über die Autobahn transportiert werden, was sicher Stress bedeutet, kann man – wenn man nicht bewusst wegschaut, um sich den Genuss am Geflügelfleisch nicht verderben will – täglich auf der A1 und anderen Bundesautobahnen beobachten, aber den wenigsten Geflügelessern wird bewusst sein, wie Geflügel geschlachtet wird: Die Tiere werden bei vollem Bewusstsein an ihren Füßen aufgehängt und kopfüber an einem mit Haken besetzen Kettenzug befestigt, wobei sie sich natürlich wehren und wild mit den Flügeln schlagen, bevor man sie mit einem Stromstoß von 50 bis 80 Volt während 8 bis 15 Sekunden betäubt, was in ihrem Gehirn einen epileptiformen Anfall (eine Art epileptischen Anfall) auslöst, der dann zur Bewusstlosigkeit und somit zum Verlust der Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit führt. Um sie anschließend zu enthaupten, werden sie über eine Schneidevorrichtung geführt, die aber manchmal die Köpfe eher abreißt, als sie abzuschneiden und man kann bei diesem Anblick wirklich nur hoffen, dass das Tier wirklich nichts mehr von dem mitbekommt, was ihm gerade wiederfährt, denn all diese Vorgänge sind nichts für zartbesaitete Menschen und sie lassen vor allem Tierschützer an der Menschlichkeit der Menschen zweifeln … wobei es auch Tierschützer geben soll, die zwar jeden Straßenhund retten, aber ohne Bedenken Gänsestopfleber essen, obwohl das ein Maß von Tierquälerei erreicht, das kaum zu überbieten ist, denn dass man Tiere mit einem über ihr gesundes Maß an bereitwilliger Futteraufnahme mit Hilfe eines Trichters, in den man das Futter gibt, sodass es direkt in den Schlund der Gans läuft, zwingt sich zu überfressen, damit sie eine Fettleber bekommen, kann kein Mensch wirklich unterstützen wollen, indem er solche Produkte kauft, oder?

Fisch

Fisch


Fische haben – im Gegensatz zu Säugetieren – den Nachteil, dass sie nicht schreien können und darum auch im Leid das Mitgefühl der Menschen nicht berühren. Dr. Hans Joachim Rätz von der Bundesforschungsanstalt für Fischerei äußerte sich folgendermaßen: „Wenn Fische schreien könnten, wären die Menschen viel sensibler für das Leid der Fische.“ Und auch wenn Sportangler und Pesci-Vegetarier ihr Gewissen gerne mit der Behauptung, dass Fische kein Schmerzempfinden besäßen und nicht zu Gefühlen fähig seien beruhigen, haben inzwischen wissenschaftliche Studien längst auch die letzten Zweifel ausgeräumt und zeigen, dass Fische ebenso starke Schmerzen empfinden können wie Säugetiere. Diese These vertritt zum Beispiel auch Professor Dr. Hoffmann von der tiermedizinischen Universität in München und sie wird bestätigt durch Forschungsergebnisse von Dunlop (2005), Chandroo (2004) und Sneddon (2003).
Interessant sind auch die Erkenntnisse zu denen ein US-Forscherteam um Joseph Garner von der Purdue-Universität in West Lafayette gelangten, nachdem sie Goldfische verschiedenen Tests unterzogen: Eine Gruppe von Goldfischen wurde mit Morphin behandelt, um ihr Schmerzempfinden zu unterbinden, während die zweite Gruppe keine Schmerzblocker erhielten. Dann wurde den Fischen beider Gruppen eine Art Thermoweste um, mit der sie die Temperatur langsam erhöhten. Zeigten die Tiere ein auffälliges Angstverhalten – bei Goldfischen ist das zunächst schnelles Schlagen mit dem Schwanz und später dann apathisches Schweben im Wasser –, stoppten sie die Erhitzung. Nach zwei Stünden im kühlen Wasser, in dem sich die Fische erholen konnten und in welchen sich auch bei der mit Morphin behandelten Gruppe der Schmerzblocker abbaute, wurden die Fische abermals mit den Thermowesten versehen – diesmal erhielt jedoch keiner der Fische Morphin. Die im ersten Teil des Versuches ebenfalls unbehandelten Fische zeigten sofort eine deutliche Angstreaktion, was darauf schließen lässt, dass sie sich durchaus an die erlittenen Schmerzen durch die Wärmezufuhr erinnern konnten. (Quelle Welt online www.welt.de)
Lord Medway et. al. schreibt im „Report of the Panel of Enquiry Into Shooting and Angling“ gesponsert von der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals:

„Es mag noch immer Menschen geben, die argumentieren, wir könnten nicht zweifelsfrei beweisen, dass irgendein Wirbeltier außer dem Menschen Schmerz empfindet. Wir schlussfolgern jedoch, dass, wenn auch nur irgend-eines dazu in der Lage ist, die Beweislage nahe legt, dass alle Wirbeltiere (einschließlich Fischen) als Reaktion auf schädliche Reize mittels ähnlicher neurophar-makologischer Prozesse ähnliche Empfindungen in größerem oder kleinerem Maße haben. …“
„Die anscheinende Universalität der neuropharmakologischen Basis aller Wirbeltiere für die Wahrnehmung schmerzhafter (und angenehmer) Reize verbietet uns, jenen zuzustimmen, die einen Unterschied dieser Funktion bei „warmblütigen“ und „kaltblütigen“ Mitgliedern dieser Gruppe erkennen wollen. …“

Doch Fische haben nicht nur Gefühle, können nicht nur Schmerzen und Angst empfinden, sondern besitzen sogar eine Form von Intelligenz, die sie sogar schneller Zusammenhänge u begreifen und lernen lässt, als manchen Hund. Das fand zumindest die Wissenschaftlerin Dr. Theresa Burt de Perera an der Oxford University heraus, die vor kurzem durch Tests (Umgehen von Hindernissen) heraus, die darüber hinaus sogar feststellten konnte, dass sich die Fische vermutlich ein Langzeitgedächtnis besitzen, denn sie konnten sich sogar Monate später noch an das Gelernte erinnern. Selbst ihre kognitiven Fähigkeiten scheinen laut den Forschungen von Wissenschaftlern des Max-Planck Instituts, denen von Primaten zu entsprechen, denn sie unterscheiden und erkennen ihre Artgenossen, zeichnen sich durch soziale und Umwelt-Intelligenz aus, benutzen Werkzeuge und sind in der Lage komplexe mentale Aufgaben zu lösen, an denen Hamster scheiterten.

Selbst spielende Fische konnte man beobachten. Davon ausgehend, dass Fische also durchaus eine Form von Intelligenz besitzen und sowohl Schmerz, als auch Angst empfinden können wäre es vielleicht auch an der Zeit die grausamen Methoden des Fischfangs und des Schlachtens von Fischen im Bezug auf ihre Kompatibilität mit dem Tierschutzgesetz zu prüfen, nach dem kein Mensch einem Tier Schmerzen oder Leid zufügen darf. Trotzdem ist es immer noch üblich Fische mit Schlägen auf den Kopf oder durch an die Wand schlagen des Tieres zu töten. Ebenso schmerzhaft und leidvoll ist es für den Fisch, mit Hilfe eines Angelhakens gefangen zu werden, denn er verursacht Gewebeschäden im Bereich des Mauls und des Rachens und in der Folge dieser Verletzungen sind Fische, denen es gelang sich trotzdem zu befreien, oft tagelang nicht mehr in der Lage, Nahrung aufzunehmen. Lord Medway et. al. verurteilt sowohl die Sportfischerei, als auch den kommerziellen Fischfang mit Netzen und schreibt dazu:

Wird es aus dem Wasser entfernt, unterliegt das Gewebe des Fisches einem Druck an der Luft, der im Vergleich zu dem Druck, dem er unter Wasser ausgesetzt ist, weitaus geringer ist und sich in Art und Weise enorm davon unterscheidet. In den verschiedenen peripheren Systemen entstehen folglich enorme Veränderungen, die den lymphatischen und venösen Blutdruck und die Atmung beeinflussen. An den Kiemen treten tendenziell Blutungen auf, und statt zu sich zu verteilen gerinnt das Blut und verringert die tatsächliche Atmungsoberfläche. …“

 

Das bedeutet, dass der Umgebungsdruckunterschied zwischen den Tiefen des Meeres und der Wasseroberfläche, an welche die gefangenen Fische heraufgezogen werden, bei ihnen zu einer qualvollen Druckverminderung führt, die man bei Tauchern als Caissonkrankheit oder Taucherkrankheitkennt, wenn sie zu schnell aufsteigen und dann nur durch den Aufenthalt in einer Dekompressionskammer vor schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen oder gar dem Tod gerettet werden können. Bei Fischen kommt es durch den enormen Innendruck, der dabei entsteht oft zum Platzen der Schwimmblase, die Augen treten aus ihren Höhlen und der Magen wird aus dem Maul herausgepresst. Sieht man Bilder, wie die mit Fischen gefüllten Netze an Bord der Schiffe gezogen werden, kann man beim Anblick der im Todeskampf zuckenden Leiber eigentlich nicht mehr davon ausgehen, dass der Fisch an der Wasseroberfläche schnell und ohne Qual stirbt, denn entweder erstickt er, oder er wird tot getrampelt von achtlos über die Tiere hinweggehenden Fischern. Die Tiere, in denen trotzdem noch Leben ist, sterben dann, wenn sie entweder zum Transport nach dem Fangen eingefroren werden oder wenn man ihnen Bauch und Kiemen aufschneidet.

Nachdem aber wissenschaftlich belegt werden konnte, dass Fische Schmerz, Angst und verbunden damit auch Stress empfinden, ist es bestimmt nicht mehr zu vertreten, dass die Schlachtverordnung für Fische seit 1936 nicht mehr verändert wurde und die Bedingungen des Wettbewerbsangelns oder des Angelns von Einzelexemplaren nach wie vor fordern, dass die Fische über einen längeren Zeitraum hinweg (im Wasser) in einem Fangnetz festgehalten und untersucht, gewogen und eventuell (an der Luft) fotografiert werden, bevor sie am Ende wieder freigelassen werden. Auch wenn dem Fisch am Ende dieser sicher nicht stress- und schmerzfreien Prozedur die Freiheit wiedergegeben wird, muss man davon ausgehen, dass er irreparable Verletzungen erfahren hat, die ihn trotzdem verenden lassen. Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass die Austrocknung und Berührung der Haut und Kiemen die wichtige hochempfindliche, transparente und schleimige Oberfläche – die eigentliche Epidermis, welche beim Fisch über den Schuppen liegt – verletzt und damit der Wasserschutz verloren geht, welcher zum einen eine Grenze bildet zwischen dem Fisch und der großen Zahl unterschiedlicher krankheitserregender Mikroorganismen im Wasser und als wichtiges Bestandteil der physiologischen Kontrolle der Flüssigkeitsbalance zwischen dem Fisch und seiner Umgebung, gewährleistet.

Überdies ist eine weitere Folge eines längeren Zurschaustellen des gefangenen Fisches neben den bereits erwähnten und teilweise auch nach der Freilassung zum Tod des Fisches führende Verletzungen die Stressreaktion von zum Beispiel Knochenfischen, denn sie machen intensiven Gebrauch von ihrem „weißen“ Muskelsystem, welches im Gegensatz zum „roten“ Skelettmuskelsystem höherer Wirbeltiere anaerob ist und bei Erschöpfung eine große Menge Milchsäure. Kurzfristig ist diese Reaktion sehr effizient, doch um die angesammelte Milchsäure wieder zu beseitigen, befindet sich das Muskelsystem in einem längeren Erschöpfungszustand und macht den Fisch nahezu bewegungsunfähig und so zu einer leichten Beute für Raubfische. Aber abgesehen davon, dass man als Fischesser – auch wenn nur indirekt, aber trotzdem – verantwortlich ist für das Leid und die Qual von rund 155 Millionen Tonnen Fisch, (was Milliarden von Tieren entspricht) ist, schädigt man dadurch auch die Umwelt und das empfindliche ökologische Gleichgewicht der Natur, denn alleine aus den Weltmeeren werden jedes Jahr 100 Millionen Tonnen Fisch gezogen!

Leider ist auch die Annahme falsch, dass die Zucht von zum Beispiel Lachsen und Forellen in Fischfarmen die Fischbestände der Weltmeere schont und der Überfischung entgegenarbeitet, denn für ein Kilo gezüchtetes Lachsfleisch werden fünf Kilogramm konventionell gefangener Fisch für die Fütterung benötigt. Wen diese Zahlen noch nicht zumindest etwas nachdenklich stimmen, den werden vielleicht die Erkrankungen, die durch den Heringswurm hervorgerufen werden können oder die gesundheitsgefährdenden Chemikalien , die man im Fischfleisch findet, zu der Überlegung führen, dass Fisch zu essen vielleicht doch nicht so gesund ist, wie man das glaubt. Lebende Larven, Würmer und Parasiten, wie den Heringswurm, auch als „Anisakis“ bekannt, findet man vor allem im rohen Fisch und sie gelangen über ungenügend erhitzte Produkte wie halbrohen Thunfisch oder Sushi in den menschlichen Verdauungstrakt, wo sie sich einnisten und zu Erkrankungen wie Bauchkrämpfe, Erbrechen oder Vergiftungen führen können. Aber nicht nur „natürliche Beigaben“ erhält der Mensch beim Genuss von Fisch – PCBs, DDT, Dioxine und Blei gehören zum Beispiel genauso zu eben jenen weniger wertvollen Inhaltsstoffen, ebenso wie Rückstände der Chemie, mit denen Fischfleisch teilweise in neunmillionenfacher Konzentration angereichert ist und liest man die kritischen Stimmen zum Fisch, dann findet man zum Beispiel in der Frankfurter Rundschau die Information, dass Sardinenkonserven oft mit Benzol oder Xylol belastet sind, im Tagesspiegel dass Arsen in Sushi gefunden wurde oder dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Anfang 2006 vor dem Kauf von Fischen aus Südostasien warnte, weil dieser Quecksilber enthielt.

Beim Verzehr von zum Beispiel mit PCBs belastetem Fisch wirken diese synthetisch hergestellten Chemikalien im menschlichen Körper wie Hormone, die das Nervensystem angreifen und zu Vergesslichkeit, Schwindel, Krebs und zu Unfruchtbarkeit führen können. Wissenschaftler fanden sogar heraus, dass bereits der Verzehr von zwei Fischgerichten pro Monat sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann, wenn die hohe Konzentration von Quecksilber, Blei und PCBs im damit angereicherten Fischfleisch durch die Aufnahme als Nahrung ins menschliche Blut gelangen. Dass schwangere und stillende Frauen diese aufgenommenen Schadstoffe an ihre Babys weitergeben, zeigt sich in Studien, nach welchen Kinder Fisch essender Mütter im Durchschnitt später anfangen zu sprechen und zu laufen, sie ein schlechteres Gedächtnis und Konzentrationsprobleme aufweisen.

langusten

Krusten- und Schalentiere


Obwohl die Leidensfähigkeit von Krebstieren als erwiesen gilt, nachdem Hummer, welche Negativreizen ausgesetzt wurden in ähnlicher Weise wie Säugetiere mit Zeichen von Schmerz reagierten und sie unter Stress gesetzt, Verhaltensänderungen bis hin zu stressbedingten Schäden zeigten, sieht die Tierschutz-Schlachtverordnung immer noch die Tötung von Krabbe, Hummer und Co. durch totkochen im Wasser vor, während Muscheln ungefähr genauso qualvoll über heißem Dampf sterben müssen:

„Krusten- und Schalentiere, außer Austern, dürfen nur in stark kochendem Wasser getötet werden; das Wasser muss sie vollständig bedecken und nach ihrer Zugabe weiterhin stark kochen. Abweichend von Satz 1 dürfen

Taschenkrebse durch mechanische Zerstörung der beiden Hauptnervenzentren sowie

Schalentiere in über 100 Grad Celsius heißem Dampf getötet werden.“

(§ 13 Abs. 8 Tierschutz-Schlachtverordnung – TierSchlV)

Was in der Verordnung so klingt, als ob das Töten von Krusten- und Schalentieren mittels heißem Dampf oder kochendem Wasser die Tiere vor Schmerzen und Qualen schützt, widerlegt der Autor Edgar Kupfer-Koberwitz in seinem Buch „Die Tierbrüder“:

„Sie versuchen zu entfliehen, doch umsonst. Ein Deckel wird auf den Topf gedrückt, die verzweifelten Kletterer werden vorher erbarmungslos zurückgestoßen. Währenddessen glüht das Feuer unter dem Topfe, beginnt das Wasser heißer und heißer zu werden, zu dampfen und sich langsam wieder dem Siedepunkt zu nähern – ach! sehr langsam. Und in dieser dauernd sich steigernden Glut sind die Tiere eingeschlossen, ohne jede Aussicht auf Rettung, sind ihren ständig steigenden Schmerzen preisgegeben…“

Und doch ist der Tod schlussendlich fast schon als Erlösung von einem langen Leiden dieser armen Kreaturen zu bewerten, denn weil Hummer, Krabbe, Auster und Co. Keine Wirbeltiere sind, gilt für sie kein klassischer Tierschutz und damit sind die Richtlinien zur Haltung und Lagerung der Tiere, die im Einzelhandel lebend angeboten werden auch nur als Empfehlung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, wenn da geschrieben steht dass „alle Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden müssen“, denn dem entgegen steht, dass den Hummern zum Beispiel die Scheren zusammengebunden werden, was zwar den Kannibalismus unter den Tieren verhindern soll, aber ein artgerechtes Leben verunmöglicht.

Aggression unter den Tieren entsteht vor allem durch zu kleine Becken, in denen zu viele Tiere gehalten werden, denn das Zusammenleben auf engstem Raum entspricht nicht den natürlichen Bedingungen, in denen zum Beispiel Hummer als Einzelgänger in ihrer natürlichen Umgebung leben. Auf die Drohung eines Revierinhabers könnte der Herausforderer hier problemlos den Rückzug antreten, aber wohin soll ein Hummer fliehen, wenn kaum Platz für ihn selbst ist, er den wenigen Raum aber mit sieben anderen Tieren teilen muss? Empfohlen werden nämlich gerade mal 300 Liter Salzwasser für acht Tiere und das ist schon eine absolute Hummer-Luxus-Suite, denn in der Regel sind die Becken noch kleiner und beherbergen noch mehr Tiere.

Ausgehend von den Studien des Amtstierarztes Roland Otto vom Veterinäramt Münster, dessen Behörde sich intensiv mit dem Schicksal des Hummer beschäftigte, deutet sich zwar ein Umdenken an, das die Biologie und das Schmerzempfinden der Hummer stärker berücksichtigt als bisher, aber dem entgegen stehen natürlich auch gleich wieder die Proteste der Einzelhändler und der Gourmets, denn steigende Lagerkosten bedeuten höhere Ladenpreise.

Der Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes Marius Tünte ist jedoch der Meinung, dass es gar keinen Grund gäbe, Krustentiere wie Hummer lebend zu handeln oder zu verkaufen, anstatt das Fleisch tiefgefroren anzubieten und vermutlich ist dies, abgesehen davon auf solche elitären Genüsse ganz zu verzichten, die einzige Möglichkeit diesen Tieren Leid zu ersparen.

Bleibt also nur noch zu hoffen, dass neben den Hummern irgendwann auch die anderen Krustentiere und die Schalentiere einen Fürsprecher finden, der sich zu ihrem Wohl und gegen den achtlosen Umgang mit ihnen einsetzt, denn dass auch Muscheln ein Empfinden haben, sollte jedem klar sein, der weiß, dass sie bei Umweltreizen ihre Schalen fest verschließen, was eben voraussetzt, dass sie spüren, wenn sie berührt werden.

Kuhmilch und Produkte, die aus Kuhmilch hergestellt werden


Das Euter einer Kuh ist natürlich tatsächlich schon bei ihrer Geburt angelegt und für die Funktion vorgesehen, Milch in den Alveolen zu produzieren, kurzzeitig zu in der Milchzisterne zu sammeln und zu lagern und durch die Milchstriche wieder abzugeben, falls die Kuh später selbst einmal ein Kalb bekommen sollte. Allerdings kommt die Milchproduktion aber nur dann in Gang, wenn in den letzten Wochen der Trächtigkeit Hormone die Alveolen anregen, Milch zu bilden, beziehungsweise wenn nach der nach der Geburt des Kalbes die Milchproduktion und den Milchfluss durch sein Saugen am Euter stimuliert wird – trinkt kein Kalb am Euter und wird die Milch auch nicht anderweitig ausgemolken, versiegt beides und die Kuh „steht trocken“, denn dann ruhen die Milchdrüsen wieder und die Alveolen werden durch den Stau der nicht mehr benötigten Milch wieder kleiner und bilden sich zurück. Es besteht also damit auch keine Gefahr, dass das Euter „platzt“, wenn die Kuh nicht gemolken wird. Das einzige Problem, das auftreten kann, wenn die Kuh unregelmäßig gemolken würde oder das Melken plötzlich eingestellt wird, ist ein Milchstau, der zu einer Entzündung der Milchdrüse, einer sogenannten Mastitis, führen könnte.

In der Natur richtet sich die Milchmenge, welche täglich zur Verfügung gestellt wird nach dem Bedarf des Kalbes, wobei bei geringem Futterangebot auch die Milchmenge abnimmt, aber für die Milchgewinnung werden Hochleistungskühe mit übergroßen Eutern gezüchtet, die dann natürlich auch mit entsprechendem Futter versorgt werden. Doch auch eine Milchkuh stirbt in der Regel nicht an Altersschwäche, sondern wird geschlachtet, wenn sie die Milchleistung nicht mehr erfüllt oder nicht mehr tragend wird, denn das ist und bleibt die Voraussetzung, damit sie Milch produziert. Die Folge der Milchgewinnung bei der Kuh ist also das „Nebenprodukt“ Kalb und wenn es sich um ein Kuhkalb handelt, kann es durchaus sein, dass es aufgezogen und zur nächsten Generation von Milchkühen heranwachsen wird. Handelt es sich aber um ein Bullenkalb, wird es wohl meistens – es sei denn es wird ein gefragter Zuchtbulle, der dann sein Dasein in einer Rinder-Besamungsstation fristet und einmal täglich seinen Samen in eine künstliche Scheide abzugeben aufgefordert sein wird – seinen ersten Geburtstag eher nicht auf dieser Welt feiern dürfen, sondern vorher im Schlachthof landen.

Zwar besteht auch die Chance dass es in die Bullenmast verkauft werden könnte, aber auch dann wird es nicht dazu gehalten, dass es fröhlich auf der Wiese herumspringt, bis es 25 Jahre später an Alterschwäche stirbt, sondern es wird in einer engen Bucht mit weiteren Kollegen eingepfercht auf einem Spaltenboden stehen, durch den seine Exkremente hindurchfließen und so lädt auch kein Strohhalm dazu ein, es sich dort bequem zu machen und eine Weide sehen die wenigsten Mastrinder in ihrem kurzen Leben. Als ich einmal einen Amtsveterinär fragte, ob er eine solche Haltung als artgerecht im Sinne des Tierschutzgesetzes bewerten könnte, bekam ich zur Antwort, dass für die Gesundheit dieser Tiere wirklich nichts versäumt wird zu tun, denn schließlich will ja keiner Fleisch von einem kranken Rind essen … meine Frage, ob sich denn die Tierärzte neben der körperlichen Unversehrtheit auch um das seelische Wohlbefinden dieser Tiere kümmern, blieb unbeantwortet, aber es würde wohl auch seinen Job erschweren, sich Gedanken über das Leid einer Kuh zu machen, der man gleich nach der Geburt ihr Kalb wegnimmt, damit ihr Kind den Menschen nicht die Milch wegtrinkt oder über die Furcht des Kälbchens nachzudenken, das allein und ohne die Liebe seiner Mutter in einer Bucht liegt, in der ein Rotlicht die Wärme der Kuh ersetzt und ein Eimer mit Sauger einen Milchaustauscher spendet, weil die Muttermilch, die ihm die Kuh hätte gerne geben wollen, an die Molkerei verkauft wird. Man kann natürlich weiterhin sein Gewissen beruhigen, indem man sich rechtfertigt, dass für Milch, Käse, Joghurt und Quark kein Tier sein Leben geben muss, aber zum einen wird als Ferment zur Käseherstellung oft Kälberlab aus dem Labmagen des Kalbes verwendet und zum anderen stirbt die Kuh zwar nicht daran, dass man sie melkt, aber die Kälber, die dafür sorgen, dass sie Milch gibt, findet man meist irgendwann unter der Bezeichnung „Kalbsragout“ oder „Kalbsfilet“ in der Auslage der Metzgerei oder der Fleischabteilung des Supermarktes, beziehungsweise als „Wiener Schnitzel“ auf der Speisekarte im Restaurant.

Hühnereier


Gewiss stirbt auch kein Huhn beim Eier legen und da ein unbefruchtetes Ei im eigentlichen Sinn auch nichts „Lebendiges“ ist oder auch nichts „Lebendiges“ enthält, tötet man durch den Verzehr von Eiern auch kein Tier. Aber wenn man sich vor Augen führt, dass Hühner ihre Eier im Prinzip nicht dafür legen, damit es die Menschen drei Minuten kochen und dann verspeisen, sondern damit die nächste Generation daraus schlüpfen kann, wird einem vielleicht bewusst, dass das Huhn dem Trieb zur Arterhaltung durch Fortpflanzung folgt und man es zur Akkordeierproduktion anspornt, sobald man ihm das Gelege wegnimmt – dann muss es nämlich neue Eier legen, damit die neue Hühnergeneration entstehen kann und es seinen „biologischen“ Auftrag sich fortzupflanzen erfüllen kann. Würde man ihm die Chance geben, das Gelege auszubrüten, würde es auch so lange keine Eier mehr legen, bis die Küken geschlüpft sind und selbstständig für ihr Überleben sorgen können. Ständig jedoch Eier legen zu müssen, verringert die Lebenserwartung eines Huhnes, wobei es in der Regel auch keines natürlichen Todes an Altersschwäche stirbt, sondern vorher geköpft, gerupft und ausgenommen als Suppenhuhn in den Kochtopf wandert, weil es nicht ein Leben lang endlos viele Eier zu legen imstande ist und damit auch keinen Zweck mehr erfüllt – zumindest nicht aus der Sicht einer Hühnerfarm oder einer Legebatterie. Aus deren Sicht muss so ein Huhn nämlich für sein Körnerfutter wirtschaftlich arbeiten und weil das auch die als Hähnchen geborenen Küken, die ja keine Eier legen werden bestimmt darum auch nicht tun, tötet man sie gleich nach dem Schlüpfen … sie werden entweder in einen Schredder geworfen oder vergast. Von den Bedingungen unter denen Geflügel gemästet oder zu eierproduzierenden Akkordarbeitern gehalten werden, gibt es inzwischen genügend Filme und Literatur, sodass ich auf diese verweise, bevor ich auch darauf eingehe und wiederhole, was die meisten Menschen sowieso schon wissen.

Honig, Gelée Royale und Propolis


Wer würde schon auf die Idee kommen, dass Bienen Honig gar nicht zu dem Zweck produzieren, damit ihn sich die Menschen aufs Frühstücksbrötchen streichen? … und selbst wenn man weiß, das er im Ursprung eigentlich ihrer eigenen Ernährung dient und der ihrer Brut und davon ausgeht, dass so eine Biene sowieso den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat, als summend von Blüte zu Blüte zu fliegen und den Pollenstaub zu sammeln und einen somit kein schlechtes Gewissen beim Honiggenuss plagen muss, sollte man aber vielleicht mal einem kleinen Gedanken dahingehend folgen, dass wenn der Imker die Waben leert und den Honig verkauft, die Bienen viel mehr zu produzieren gezwungen werden, als sie selbst für sich und ihre Nachzucht bräuchten – damit geht es ihnen quasi gleich wie den Hühnern, die ihre Arbeit im Akkord erledigen müssen und doch nie ein Ziel erreichen können, denn während das Huhn, welches zur Eierproduktion gehalten wird, nicht erleben darf, dass aus seinem Gelege die Küken schlüpfen, kann es den Bienen nicht gelingen, genügend Honigvorrat in den Waben horten zu können, weil die Waben ja nie voll werden, beziehungsweise voll bleiben und die Bienen trotz all der Mühe und dem Fleiß, dauernd für Nachschub zu sorgen, nie mit dem Gefühl, nun genug geleistet zu haben, belohnt werden.

Ähnlich verhält es sich mir dem Bienenfuttersaft, dem sogenannten Gelée Royale, das im Ursprung den Bienenlarven und der Bienenkönigin als reichhaltige Nahrung dient, aber auch eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus hat und darum auch als Mittel zum Erhalt von Schönheit und Jugend im Handel erhältlich ist. Einen gleichwertigen Ersatz dafür kann der Imker seinen Bienen nicht bieten und auch das Propolisharz, welches als natürliches Antibiotikum längst auch von den Pharmazeuten entdeckt wurde und seither erfolgreich vermarktet wird, soll als wirksame Schicht gegen Keime und Bakterien den Bienenstock abdichten und es zu verwenden bedeutet darum, es den Bienen wegzunehmen. Man erkennt daran vielleicht, dass man keine Biene töten muss, um ihr zu schaden und das Argument, dass wenn man Honig isst, man ja keine Biene damit umbringt vielleicht doch wackelt, auch wenn man sie nicht direkt ins Jenseits befördert oder sie aufisst wie die anderen Nutztiere, auf deren Fleisch es der Mensch absieht, wenn er sie füttert.

Nun ist es aber wirklich nicht meine Intention allen Omnivoren oder den Vegetariern ihr Essen zu verleiden, indem ich die Bilder des Tierleids in die Köpfe schleuse, vor denen man bislang die Augen verschloss, aber ich finde, wenn man sich omnivor oder vegetarisch ernährt, dann sollte man das was man isst, auch bewusst essen und wissen, dass Fleisch eben nicht an Bäumen wächst und man Käse nicht von Sträuchern pflücken kann, sondern Mitgeschöpfe durch ihren Tod oder durch ihre Dienstbarkeit, die oft ihr Leid fordert, für unsere Nahrung sorgen.

Wer auch die Wahrheit bereit ist zu sehen, die für ihn unschön ist und nicht die Augen verschließt, um weiterhin dem Genuss ohne Reue frönen zu können, der setzt bereits den ersten Schritt in eine bessere Richtung.

Ich gebe mich nicht der Illusion hin, mit meinen Gedankenanregungen Leid verhindern zu können, das jeden Tag geschieht und sogar gesehen wird und trotzdem geschieht, denn ich kann die Welt nicht im Außen verändern, wenn die Welt nicht für Veränderung im Innen bereit ist, aber jeder der den Willen in sich trägt, sich selbst zu verändern, trägt damit auch sein Inneres ins Außen und ein Stück dazu bei, dass auch die Welt sich verändern will.

Doch die Veränderung im Innen ist vielleicht ein Schritt, der uns mit jemandem zusammenführt, der uns unheimlich erscheint und gefährlich und vor dem wir uns fürchten, weil wir spüren, dass von ihm eine negative Energie ausgeht, die wir kennen und die wir lieber meiden wollen und doch ist es ein Teil von uns, dem wir entgegentreten, denn es nennt sich unser eigenes abgründiges Ich … aber wer nicht bereit ist, ihm zu begegnen, es verleugnet und es ablehnt, sich darin zu erkennen und finden zu wollen, der wird es auch nicht heilen können.

Ich fand vor allem im ersten Akt, dritten Teil von Goethes Faust II eine Stelle, die diese Reise in die eigenen Abgründe für mich verdeutlicht, denn als Mephistopheles Faust den Schlüssel gibt, um hinabzureisen zu den Müttern und Faust sich der Wichtigkeit dieser Gabe nicht bewusst ist, da belehrt ihn Mephistopheles, den Schlüssel nicht gering zu schätzen – ich habe viel über diese Stelle nachgedacht und mich gefragt, was an diesem Schlüssel so wichtig sein kann, mit dem die Reise zu den Müttern beginnt und ich kam zum Fazit, dass es Mut braucht, das Wagnis einzugehen, unseren Ängsten im Ursprung zu begegnen und in der Tiefe unseres abgründigen Ichs unsere negative Seite vor Augen geführt zu bekommen, aber dass der Wert darin liegt mit dieser Seite Frieden zu schließen und sie zu heilen, damit wir, wann immer wir hinabreisen zu den Müttern auch in den Tiefen den Menschen als unser Ich finden, den wir lieben können und ich bin überzeugt, dass sich der Einsatz lohnt, weil es ein so großes und schönes Ziel ist, das es zu erreichen gilt und darum glaube ich auch, dass wir keine Zeit verschwenden sollten, uns zu viel damit zu beschäftigen, andere besser zu machen, sondern es viel wichtiger ist, dass wir jede Sekunde dazu nutzen, selbst immer besser werden.

Natürlich fällt es mir trotzdem schwer zuzuschauen und zu glauben, dass ich vielleicht einen besseren Weg kenne, den es mich drängt, auch anderen zu raten, dass sie ihn einschlagen und ich würde mir natürlich gerne wünschen, andere davon überzeugen zu können, dass sie in die falsche Richtung unterwegs sind, aber zum einen wäre es nicht wertschätzend, einen anderen Weg als meinen als falsch zu bewerten und zum anderen ist mir leider auch bewusst geworden, dass meine Anstrengung selten die Früchte trägt, die meine Intention sind, denn jeder muss in sich die fruchtbare Erde sein wollen, in der die Saat aufgehen kann und wenn er sie nicht selbst pflegt und nährt, dann wird sie nicht keimen, sondern eingehen, sobald ich mich nicht mehr darum kümmere.

Ich selbst lebe als Frutarier und fand über den Veganismus zu dieser Lebensphilosophie. Doch niemand zwang mich dazu, denn ich selbst bin es, der so leben möchte, weil es sich für mich richtig anfühlt und nur darum empfinde ich es nicht als Selbstkasteiung oder Verzicht oder gar als Anstrengung, weil es mir Freude macht. Aber hätte mir jemand vor zwei Jahren gesagt, dass ich als Vegetarier gar nicht der „Gutmensch“ bin, der ich zu sein glaube, weil ich mit dem Genuss von Milchprodukten und Eiern auch den „Tiermord“ unterstütze – wenn auch nur indirekt – dann wäre ich wohl eher empört gewesen und hätte lieber jeden Gedanken als verschwendet von mir gewiesen, als auch nur eine Minute darüber nachzudenken.

Der Weg, die Missstände aufzuzeigen und Irrtümer zu klären ist auch nur ein kleiner Schritt, den ich mir erlaube vorauszugehen, aber den nächsten Schritt muss ich jedem selbst überlassen für sich zu gehen und ich muss ihn jeden selbst tun lassen auch wenn es mir manchmal heute noch schwer fällt, nicht jedem Fleischesser sein Steak beim Grillabend zu vermiesen, indem ich über Leichengift im verwesenden Fleisch referiere, aber es ist nicht an mir in den freien Willen meiner Mitgeschöpfe einzugreifen, der eben auch beinhaltet, dass ich die Menschen ihr Schnitzel genießen lasse, weil ich niemanden überzeugen kann, der nicht für eine Veränderung offen ist.

Wer sich Gedanken machen will, der ist nun schon einen Schritt weiter und damit offen … aber auch wenn ich mich sehr freuen würde, wenn mir eines Tages jemand sagt oder schreibt, dass er nun auf meinen Zeilen basierend kein Fleisch mehr isst, soll jeder – was immer er tut – zu seiner Freude und seinem Gewinn an Lebensqualität tun und nicht, weil ich ihm ein schlechtes Gewissen einrede … dann würde er doch nur hadern mit all dem Verzicht, den der Weg von ihm verlangt und unzufrieden sein.

Es ist schon gut und richtig, dass die Saat Zeit braucht um zu keimen, denn nur so reift sie – und es ist gut und richtig, dass man nicht immer dem Weg folgt, der einem gerade als richtig erscheint, weil er sich für den Moment gut anfühlt oder ein anderer einen drängt, ihn gut zu finden und ihn anzunehmen, weil er selbst ihn für gut und richtig hält, sondern dass jeder sich genau die Zeit nimmt, den Gedanken reifen zu lassen, damit er sich mit seinem Bewusstsein verbindet, indem er dort Wurzeln treibt, die sich nicht von jedem Lufthauch aus einer anderen Richtung lösen lassen, sondern auch einem Sturm zu trotzen vermögen.

Ich mache auch niemandem einen Vorwurf und betone, dass ich auch jedem sagen will, dass sich keiner etwas vorzuwerfen hat, wenn er im Maß dessen, was ihm sein Fenster erlaubte zu sehen, tat, was in diesem Moment für ihn richtig und nicht falsch war … doch wenn das Fenster größer wird, weil man es selbst zulässt und das Spektrum an Möglichkeiten, die sich einem öffnen sich erweitern, dann kann jeder Schritt nur ein Guter sein, weil er zum Ziel führt.

Es handelt sich aber nicht um ein Wettrennen, an dem wir teilnehmen, sondern um eine Reise, die Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung fordert, aber uns all das auch gleichzeitig lehrt. Darum kommen wir nicht schneller ans Ziel, wenn wir eilen, denn der Weg ist bereits das Ziel.

Ich bin also keinem meiner Mitgeschöpfe einen Schritt voraus … nicht einmal einen kleinen, nur weil ich frugan zu leben versuche, sondern gehe exakt neben allen anderen, solange sie ein Stück mit mir gemeinsam unterwegs sein wollen und auf diesem Stück helfen mir ihre Gedanken und vielleicht können sie auch den einen oder anderen Gedanken aus meiner Sammlung gebrauchen … vielleicht erreichen wir sogar das Ziel gemeinsam, weil unsere Richtung irgendwann sogar dieselbe ist.