Wohnhauserweiterung mit Büro für Designerin
Zur Straße geschlossen, zum Garten hin ganz Transparenz.
Nicht jede Erweiterung muss sich dem Bestand anpassen. Bei diesem Projekt wurde bewusst der Kontrast gesucht: Ein neues, kompromisslos modernes Gebäude tritt neben ein bestehendes Wohnhaus – und schafft dabei Raum für zwei Generationen und zwei Nutzungen zugleich.
Kostrengünstige Neustrukturierung eines bestehenden Wohnhauses
Unter einem Dach: Wohnen und Arbeiten
Überdachte Terrasse für jeden Weg – bei jedem Wetter
Ein Zuhause für zwei Generationen
Die Aufgabe
Auf einem Hanggrundstück in Basel, direkt neben dem bestehenden Wohnhaus der Eltern, sollte eine zweite Wohneinheit mit angeschlossenem Designbüro entstehen. Die Bauherrschaft wünschte sich dabei ausdrücklich einen modernen Baustil – ein bewusster Kontrast zur eher traditionellen Nachbarschaft und zum bestehenden Elternhaus.
Die Herausforderung bestand darin, Alt und Neu, Wohnen und Arbeiten sowie zwei Familien auf einem gemeinsamen Grundstück so zu organisieren, dass jeder Bereich seine eigene Identität behält, ohne sich gegenseitig zu stören.
Die Lösung
Vor das bestehende Gebäude wurde ein neuer, quer dazu ausgerichteter Baukörper geschoben – ein klarer Quader, verkleidet mit Aluminiumplatten, der sich bewusst als eigenständiger, zeitgenössischer Baustil von seiner Umgebung absetzt. Im Erdgeschoss dieses Neubaus liegt das Designbüro, im Obergeschoss dahinter die zweite Wohneinheit mit Wohnraum, Küche, Schlafzimmer und Sanitärbereich.
Ein transparenter Eingangs- und Empfangsbereich aus Glas vermittelt zwischen Alt und Neu: Kunden des Büros werden hier offen empfangen, während dieselbe Treppe entlang des Gebäudes auch zum Eingang des ursprünglichen Elternhauses führt. Zur Straße hin wirkt der Neubau wie ein Riegel, der das Grundstück klar abschirmt und zugleich Parkplätze für Kundinnen und Kunden des Büros schafft. Zum rückwärtigen Innenhof hin öffnet sich das Haus dagegen mit großen Fensterflächen – dieser Innenhof dient beiden Generationen als gemeinsamer Garten- und Aufenthaltsbereich.
Im Inneren der neuen Wohnung setzt sich diese Offenheit fort: lichte, weiß gehaltene Räume, ein freistehender Kamin als Blickpunkt zwischen Küche und Wohnbereich sowie ein Treppenhaus mit filigranem Maschengeländer, das zusätzliches Licht in die unteren Bereiche fallen lässt.
Das Ergebnis
Zwei Generationen leben auf einem Grundstück, ohne sich in die Quere zu kommen. Die Designerin gewinnt kurze Wege zwischen Wohnen und Arbeiten sowie einen repräsentativen, hellen Empfangsbereich für ihre Kundschaft. Die Eltern behalten die Privatsphäre ihres angestammten Zuhauses. Verbunden werden beide Welten durch den gemeinsamen Innenhof – ein Ort der Begegnung, während sich Straßenseite und Fassaden bewusst unterschiedlich und eigenständig zeigen.
Kurze Erläuterung zu den Fotos
1.Foto: Frontfassade des Neubaus mit Kundenparkplätzen für den Designerbereich, der sich im Untergeschoss befindet
2.Foto: Bestehender Altbau der Eltern, vor dem der Neubau als Riegel ausgebildet zu stehen kam. Man sieht die Fundamentarbeiten, Erdgeschosshöhe des Neubaus entspricht der Erdgeschosshöhe des Altbaus. Beide werden über den selben Vorplatz erschlossen.
3. + 4. Foto: Blick in den Wohnbereich des Neubaus. Links die kleine Küche mit Frühstücksbar, rechts die grossen Fensterflächen, die sich zum Garten hin öffnen.
Projektinformationen
- Typologie
- Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses um ein zweites Wohn- und Bürogebäude
- Bauweise
- Neubau als quer gestellter Quader, Fassade aus Aluminiumplatten, transparenter Eingangsbereich aus Glas
- Nutzung
- Designbüro im Erdgeschoss, Wohnen im Obergeschoss
- Nutzung
- Privates Wohnen & Pferdehaltung
- Besonderheit
- Bewusster Stilkontrast zu Bestand und Nachbarschaft, gemeinsamer Innenhof als verbindendes Element zwischen zwei Generationen, zur Straße geschlossen und zum Garten transparent
„Ein gutes Haus passt sich nicht nur dem Grundstück an – sondern auch dem Leben seiner Bewohner."