Ein Haus, das nach außen schweigt – und nach innen umso mehr erzählt.
Dieses Wohnhaus wurde für einen Kinderarzt und seine Familie entworfen. Es sollte Geborgenheit vermitteln, den Blick nach innen richten und gleichzeitig offen, hell und großzügig wirken – ein Zuhause, das seine Bewohner durch alle Lebensphasen trägt.
Kostrengünstige Neustrukturierung eines bestehenden Wohnhauses
Unter einem Dach: Wohnen und Arbeiten
Überdachte Terrasse für jeden Weg – bei jedem Wetter
Ein Zuhause für zwei Generationen
Die Aufgabe
Das Grundstück liegt am Hang und verlangte nach einer klaren räumlichen Organisation. Gleichzeitig sollte ein Zuhause entstehen, das Rückzug ermöglicht, ohne Enge entstehen zu lassen.
Neben der Hanglage bestimmte ein zweiter, weitreichender Faktor die Planung von Beginn an: die fortschreitende Multiple Sklerose des Bauherrn. Deshalb musste das Gebäude von Anfang an barrierearm gedacht werden – nicht als spätere Ergänzung, sondern als selbstverständlicher Bestandteil der Architektur.
Die Lösung
Im Zentrum des Hauses verbindet ein Aufzug die Garage im Untergeschoss mit den Wohnräumen im Erdgeschoss und dem Schlafbereich im Dachgeschoss. Die Hanglage kommt diesem Konzept entgegen: Ein ebenerdiger Zugang ermöglicht kurze, direkte Wege von der Garage zum Lift. Gemeinsam mit der Treppenanlage und einem großzügigen Kamin bildet der Aufzug den räumlichen Mittelpunkt des Hauses – funktional wie atmosphärisch.
Um diesen Kern herum entfaltet sich ein offener, doppelgeschossiger Wohnbereich mit Galerie: Im Giebel öffnet sich das Haus zu einer hohen, verglasten Zone, durch die Tageslicht bis tief in die Räume fällt. Ergänzt wird diese natürliche Lichtführung durch bewusst gesetzte, strahlenförmige Wandleuchten, die auch in den Abendstunden ein warmes, geborgenes Licht erzeugen. An den Wohnbereich schließt ein kleiner Rückzugsort mit Bücherregalen an – ein ruhiger Nischenplatz zum Lesen, ganz im Sinne der introvertierten Grundidee des Hauses. Nach außen zeigt sich das Gebäude dabei bewusst zurückhaltend – introvertiert im besten Sinn.
Das Ergebnis
Von außen wirkt das Haus ruhig und geschützt. Im Inneren öffnet es sich mit hohen Räumen, einer Galerie und einem zentralen Wohnbereich voller Licht. Der Lift fügt sich selbstverständlich in das Gesamtkonzept ein und macht das Haus für unterschiedliche Lebensphasen nutzbar, ohne dass er wie eine nachträgliche Zutat wirkt. Architektur und Alltag greifen hier ineinander – nicht als Kompromiss, sondern als durchdachte Einheit.
Geborgenheit, Transparenz und funktionale Klarheit bestimmen die Atmosphäre des Hauses bis heute.
Projektinformationen
- Typologie
- Individuelles Einfamilienhaus am Hang
- Bauweise
- Barrierearme Planung mit zentral integriertem Aufzug, Verbindung von Untergeschoss (Garage), Erdgeschoss (Wohnen) und Dachgeschoss (Schlafbereich)
- Nutzung
- Essen, Wohnen für eine Familie, langfristig ausgelegt auf sich verändernde Mobilitätsanforderungen
- Nutzung
- Privates Wohnen & Pferdehaltung
- Besonderheit
- Offener Wohnbereich mit Galerie und hoher, verglaster Giebelzone, zentraler Kamin als räumliches Herz des Hauses, gezielte Lichtführung durch Tageslicht und Wandleuchten, kleiner Rückzugsbereich mit Bücherregalen
„Ein gutes Haus passt sich nicht nur dem Grundstück an – sondern auch dem Leben seiner Bewohner."